AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen der lumafy GmbH für Software, Hardware und Leistungen. Nur für Geschäftskunden.
§ 1 Geltungsbereich
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der lumafy GmbH, Schulstraße 11a, 82205 Gilching („lumafy“), und ihren Kunden über die Nutzung der Software lumafy (Software as a Service), den Kauf von Hardware (z. B. lumafy Screen, Amazon Signage Stick) und individuelle Leistungen wie die Gestaltung eigener Vorlagen. Sie gelten auch für Bestellungen über shop.lumafy.de.
(2) Unsere Angebote richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verträge mit Verbrauchern schließen wir nicht. Mit der Bestellung bestätigt der Kunde, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln.
(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn wir ihnen nicht ausdrücklich widersprechen oder Leistungen in Kenntnis solcher Bedingungen vorbehaltlos erbringen. Individuelle Vereinbarungen in Textform gehen diesen AGB vor.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Darstellungen auf unserer Website und im Shop sind kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Bestellung.
(2) Ein Vertrag kommt zustande, wenn wir eine Bestellung oder Registrierung in Textform bestätigen, ein Konto freischalten oder mit der Leistung beginnen. Wir sind berechtigt, Bestellungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
(3) Der Kunde stellt sicher, dass die bei der Registrierung angegebenen Daten richtig und vollständig sind, und hält sie aktuell.
§ 3 Kostenloser Test
(1) Wir können einen kostenlosen Test für 14 Tage mit einem Bildschirm und eingeschränktem Speicher anbieten. Der Test endet automatisch und geht nicht ohne gesonderte Bestellung in einen kostenpflichtigen Vertrag über.
(2) Auf den Test besteht kein Anspruch. Für den Test gelten diese AGB mit der Maßgabe, dass wir nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit haften. Nach Ablauf des Tests können Inhalte gelöscht werden.
§ 4 Leistungen der Software
(1) Wir stellen dem Kunden die Software lumafy im vereinbarten Leistungsumfang (lite oder Pro) über das Internet zur Nutzung bereit. Der jeweils aktuelle Funktionsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung auf unserer Website zum Zeitpunkt der Bestellung.
(2) Wir entwickeln die Software laufend weiter. Wir dürfen Funktionen ändern, ersetzen oder einstellen, soweit dies für den Kunden zumutbar ist und der vertraglich vereinbarte Kernumfang erhalten bleibt. Wesentliche Einschränkungen kündigen wir mit angemessener Frist an.
(3) Wir stellen eine Verfügbarkeit der Software von 99 % im Jahresmittel sicher. Ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster sowie Zeiten, in denen die Software aufgrund von Umständen außerhalb unseres Einflussbereichs nicht erreichbar ist, etwa Störungen des Internets, höhere Gewalt oder Angriffe Dritter.
(4) Für den Betrieb der Bildschirme sind eine geeignete Hardware, eine Stromversorgung und eine Internetverbindung beim Kunden erforderlich. Diese liegen in seiner Verantwortung. Bildschirme zeigen bei Ausfall der Verbindung die zuletzt geladenen Inhalte an; einen Anspruch auf ununterbrochene Anzeige begründet dies nicht.
(5) Support leisten wir per E-Mail und Telefon zu den auf unserer Website genannten Zeiten (derzeit Mo–Fr 9–17 Uhr, ausgenommen gesetzliche Feiertage in Bayern). Reaktions- oder Lösungszeiten sind nur geschuldet, wenn sie gesondert vereinbart sind.
§ 5 Nutzungsrechte
(1) Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht übertragbare und nicht unterlizenzierbare Recht, die Software und die Vorlagen für eigene Zwecke im vereinbarten Umfang zu nutzen.
(2) Alle Rechte an Software, Vorlagen, Layouts und Dokumentation verbleiben bei lumafy. Das gilt auch für Vorlagen, die wir im Auftrag des Kunden gestalten; der Kunde erhält daran ein Nutzungsrecht für die Dauer seines Software-Vertrags, sofern nicht in Textform etwas anderes vereinbart ist. Logos, Marken und Inhalte, die der Kunde beistellt, bleiben dessen Eigentum.
(3) Der Kunde darf die Software nicht dekompilieren, kopieren, Dritten zur Verfügung stellen oder zum Aufbau eines konkurrierenden Angebots nutzen, soweit dies nicht gesetzlich zwingend erlaubt ist.
§ 6 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist allein für die Inhalte verantwortlich, die er über lumafy anzeigt. Er stellt sicher, dass er über alle erforderlichen Rechte verfügt (z. B. an Bildern, Texten, Videos, Marken) und dass die Inhalte nicht gegen Gesetze oder Rechte Dritter verstoßen. Für Musik in Geschäftsräumen holt er die erforderlichen Lizenzen (z. B. GEMA) selbst ein.
(2) Der Kunde hält Zugangsdaten geheim, nutzt die Zwei-Faktor-Anmeldung, wo verfügbar, und informiert uns unverzüglich bei Verdacht auf Missbrauch. Handlungen über seine Zugänge muss er sich zurechnen lassen, soweit er den Missbrauch zu vertreten hat.
(3) Der Kunde stellt lumafy von allen Ansprüchen Dritter frei, die auf rechtswidrigen Inhalten oder einer vertragswidrigen Nutzung durch den Kunden beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung. Dies gilt nicht, soweit der Kunde die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat.
(4) Wir dürfen Inhalte vorübergehend sperren, wenn konkrete Anhaltspunkte für einen Rechtsverstoß vorliegen. Wir informieren den Kunden darüber unverzüglich.
§ 7 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die bei Bestellung vereinbarten Preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Software-Gebühren richten sich nach der Anzahl der verbundenen Bildschirme.
(2) Software-Gebühren sind für den jeweiligen Abrechnungszeitraum im Voraus fällig. Rechnungen für Hardware und individuelle Leistungen sind sofort nach Rechnungsstellung ohne Abzug fällig. Wir dürfen Rechnungen elektronisch versenden.
(3) Wir dürfen die Preise für Software-Leistungen einmal pro Vertragsjahr mit einer Frist von sechs Wochen zum Beginn eines Abrechnungszeitraums anpassen, um gestiegene Kosten (z. B. für Rechenzentren, Personal, Lizenzen) auszugleichen. Beträgt die Erhöhung mehr als 5 %, kann der Kunde den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen. Darauf weisen wir in der Ankündigung hin.
(4) Bei Zahlungsverzug schuldet der Kunde Verzugszinsen in Höhe von neun Prozentpunkten über dem Basiszinssatz sowie die Pauschale nach § 288 Abs. 5 BGB. Die Geltendmachung eines weiteren Schadens bleibt vorbehalten.
(5) Ist der Kunde mit einer Zahlung mehr als 14 Tage in Verzug, dürfen wir den Zugang zur Software und die Wiedergabe auf den Bildschirmen nach vorheriger Ankündigung mit einer Frist von mindestens sieben Tagen sperren, bis die offenen Beträge ausgeglichen sind. Die Pflicht zur Zahlung der laufenden Gebühren bleibt bestehen.
(6) Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nur wegen Ansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis zu.
§ 8 Laufzeit und Kündigung
(1) Der Software-Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit, sofern in der Bestellung keine feste Laufzeit vereinbart ist. Er kann von beiden Parteien mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Bei vereinbarter fester Laufzeit ist eine ordentliche Kündigung frühestens zum Ende dieser Laufzeit möglich.
(2) Zusätzliche Bildschirme können jederzeit hinzugebucht und mit derselben Frist wieder abbestellt werden. Ein Wechsel von lite zu Pro ist jederzeit möglich, ein Wechsel von Pro zu lite zum Ende eines Kalendermonats.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für uns insbesondere vor, wenn der Kunde mit der Zahlung von mehr als zwei Monatsgebühren in Verzug ist oder trotz Abmahnung wiederholt rechtswidrige Inhalte verbreitet.
(4) Kündigungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail an sales@lumafy.de).
(5) Nach Vertragsende kann der Kunde seine Inhalte 30 Tage lang exportieren. Danach löschen wir sie, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen.
§ 9 Hardware
(1) Lieferungen erfolgen an die vom Kunden angegebene Adresse in Deutschland; Lieferungen ins Ausland nach Vereinbarung. Lieferzeiten sind unverbindlich, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich vereinbart sind. Teillieferungen sind zulässig, soweit zumutbar.
(2) Die Gefahr geht mit Übergabe der Ware an das Transportunternehmen auf den Kunden über.
(3) Die Ware bleibt bis zur vollständigen Bezahlung aller Forderungen aus der Geschäftsbeziehung unser Eigentum. Der Kunde darf die Ware im ordnungsgemäßen Geschäftsgang nutzen, aber vor vollständiger Bezahlung weder verpfänden noch zur Sicherheit übereignen.
(4) Der Kunde hat die Ware unverzüglich nach Erhalt zu untersuchen und offensichtliche Mängel oder Transportschäden innerhalb von fünf Werktagen in Textform anzuzeigen; § 377 HGB gilt entsprechend. Versteckte Mängel sind unverzüglich nach Entdeckung anzuzeigen.
(5) Bei Mängeln leisten wir nach unserer Wahl Nacherfüllung durch Reparatur oder Ersatzlieferung. Schlägt die Nacherfüllung fehl, kann der Kunde nach den gesetzlichen Vorschriften mindern oder vom Vertrag zurücktreten. Die Verjährungsfrist für Mängelansprüche bei neuer Ware beträgt zwölf Monate ab Ablieferung. Dies gilt nicht für Ansprüche nach § 10 Abs. 1, bei Arglist und in den Fällen der §§ 445a, 445b, 478 BGB.
(6) Für Produkte Dritter, etwa den Amazon Signage Stick, gelten ergänzend die Bedingungen und Garantien des jeweiligen Herstellers. Herstellergarantien bestehen unmittelbar zwischen Kunde und Hersteller.
§ 10 Haftung
(1) Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, ist unsere Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Dieser beträgt je Vertragsjahr höchstens die Summe der Vergütung, die der Kunde in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis gezahlt hat. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(3) Für den Verlust von Daten haften wir nur in Höhe des Aufwands, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Datensicherung durch den Kunden zur Wiederherstellung erforderlich gewesen wäre. Wir sichern die Daten täglich; der Kunde bewahrt eigene Kopien seiner Bilder und Videos auf.
(4) Die verschuldensunabhängige Haftung für bei Vertragsschluss vorhandene Mängel der Software (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB) ist ausgeschlossen.
(5) Die vorstehenden Regelungen gelten auch zugunsten unserer Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen.
§ 11 Datenschutz und Vertraulichkeit
(1) Soweit wir im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeiten, schließen die Parteien einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Wir stellen ihn auf Anfrage bereit; er wird Bestandteil dieses Vertrags.
(2) Die Parteien behandeln alle nicht öffentlichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich. Diese Pflicht gilt über das Vertragsende hinaus.
§ 12 Referenz
(1) Wir dürfen den Namen und das Logo des Kunden als Referenz auf unserer Website und in Präsentationen nennen. Der Kunde kann dem jederzeit in Textform widersprechen; wir entfernen die Nennung dann innerhalb angemessener Frist.
§ 13 Änderungen dieser AGB
(1) Wir dürfen diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dies aufgrund geänderter Gesetze, Rechtsprechung oder technischer Entwicklungen erforderlich ist oder neue Funktionen betrifft, und das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung nicht zum Nachteil des Kunden verschoben wird. Wir teilen Änderungen mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mit.
(2) Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Folge weisen wir in der Mitteilung gesondert hin. Widerspricht der Kunde, dürfen beide Parteien den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen.
§ 14 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist der Sitz von lumafy, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist. Wir dürfen auch am Sitz des Kunden klagen.
(3) Erfüllungsort ist der Sitz von lumafy.
(4) Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand: Oktober 2026